Die zwei Tage in Adelaide waren sehr ruhig, schliesslich ist dieses Staedtchen nicht besonders spannend. Das wirklich schoene war der Markt, der wirklich eine besonders grosse Auswahl an frischer Ware bot. Vor allem fuer unsern kaeseliebenden Martin war das eine Wonne.
Koennt ihr euch vorstellen, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich viel von der so hochgepriesenen Natur mitbekommen haben. Vor allem haben wir bis dato noch nicht ein richtiges Kaenguruh gesehen. Nur Scharen von Kakadus und anderen Papageien... Wir beschlossen also die gegebene Chance zu nutzen und in den nicht weit entfernten Cleveland Nationalpark zu fahren und uns all die exotischen Tiere ein bisschen naeher anzusehen. Das war echt superschoen. man muss sich das vorstellen, wie ein grosser Streichelzoo, so gut wie alle Tiere liefen in Freigehegen rum, liessen anfassen und knuddeln. Vor allem die Vielfalt an Kaeguruhs und Wallabys vor Ort war sehr beeindruckend. Schoenes Erlebnis, das noch durch bessere Tierbegegnungen getopt werden sollte.
Am Tag darauf machten wir uns voll beladen auf in Richtung Melbourne. Geplant war von Adelaide ca. 500 km nach Port Fairy zu fahren, dort zwischenzustoppen und die folgenden 300km am naechsten Tag zu absolvieren. Der erste Teil des Trips war nicht wirklich aufregend, wie auch, wenn man nur Highway faehrt. Aber immerhin war die Aussicht nicht ganz so langweilig, wie bei unser letzten Tagestour. Suedaustralien sieht an vielen Stellen she wiesig aus, meistens ohne Baeume und einfach nur gruen. Viele Schafe und Kuehe auf den Weiden, teilweise huegelig, dann kommen die Wetland, die trocken sind und dann kommt die Kueste. Ab diesem Teil wurde es wenigsten wirklich schoen nach draussen zu gucken und Fotos zu schiessen. Ich muss auch zugeben, dass es wesentlich einfacher ist zu entspannen, wenn es was zu gucken gibt. Leider waren wir zu diesem Zeitpunkt schon ein bisschen spaet dran,dass heisst, der Tag ging langsam zu ende und die Daemmerung setzte ein. Das bedeutet fuer Australien: 'Achtung Kaenguruhs ueberall!' und 'Fahre ganz bedonders vorsichtig!'. Sollte wir doch tatsaechlich auf unserem letzten langen Trip noch Hopper sehen???
Jaaaaaaaaaaaaaaa...und zwar extrem viele und das heisst wirklich sehr vorsichtig fahren und wirklich auf jede kleinste Bewegung am Strassenrand achten. Und ploetzlich tauchten sie alle auf. Sie staden in Scharen am Waldrand und grasten gemuetlich vor sich hin - und dazwischen Emus, ja auch die haben wir schliesslich auch noch in freier Wildbahn gesehen. Volle Kanne Wildlife - und ich hab sie entdeckt :p das war aleso unser Highlight von Fahrt #1. In Port Fairy kamen wir wirklich sehr spaet an, dunkel wars der Mond schien helle, es war a****kalt - Winter eben halt. Das gute war, dass wir am naechsten Morgen aufgewacht sind, nicht erfroren, aber vollkommen ausgeruht. Auf zu #2.
Die naechste und weitaus interessantere Strecke sollte uns an der Great Ocean Road entlang fuehren. Also die ganze Zeit am Wasser. Das erste, was wir von diesem Teil der Route mitgenommen haben, war eine atemberaubende Kueste, geformt von der Urwut des Ozeans, niemlas gleich, immer veraendernd. Wir sind das ein oder andere Mal stehen geblieben und haben Fotos gemacht, unter anderem von einer Gruppe Wale, die vor der Kueste badete. Vor allem von Felsvormationen der besonderen Art sind Bilder entstanden. Beispielsweise von den Zwoelf Aposteln, von denen sich fuenf schon verduenisiert haben und von der London Bridge, die auch nur noch zur Haelfte existiert. Und trotzdem fahren tausende von Touristen immerwieder hin, einfach weil es wunderschoen ist. So also auch wir.
Auf dem weg entlang der Kueste sollten wir auch den suedlichsten Punkt des Festlandes Australiens passieren. Den wollten wir natuerlich nicht missen und sind durch den Otway Nationalpark zum Suedspitzenleuchtturm. Leuchttuerme hat man nu auch schon nen paar gesehen, aber wenn man den Wald vor lauter Koalas nicht mehr sieht, ist das schon was besonderes. Da waren unzaehlbar viele ploetzlich ueber unseren Koepfen, sogar eine Mama mit Baby. Einfach super.
Vom Sueden wieder in den Norden nach Melbourne, an wunderschoener Kueste entlang. Und nach einer scheinbar ewigen Autofahrt endlich in Melbourne angekommen...zzz...
In Melbourne ist Winter, keine Frage, es ist nass, es ist kalt, es ist windig, aber es ist wunderbar. Diese Stadt ist mitunter die schoenste ganz Australiens. Kleine Gaesschen winden sich durch grosse Bankenviertel und an jeder Ecke ist ein Cafe. Der erste Tag in Melbourne bedeutete fuer uns einen erte Eindruck zu bekommen, der zweite Tag war ein bisschen tricky fuer mich, denn wir wurden von einem Einheimischen rumgefuehrt, Mark, ein Mann, den Martin auf Rottnest kennengelernt hat. Er hat uns wirklich alles gezeigt, von Touristenhighlights bis zu unbekannten aber wunderbaren Ecken. Der Tag hat mir wirklich vieles schoenes gezeigt, aber teilweise so schnell gesprochen, dass ich abschalten musste. Allerdings haben wir dadurch so viel von Melbourne gesehen, dass unser vergleichsweise kurzer trip sich gelohnt hat. Aber was waere Grossstadt ohne shoppen? Das wurde fuer den naechsten Tag angesetzt und ich habe das absolut genutzt, solange, bis wir uns wieder per Auto auf den Rueckweg gemacht haben.
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