Gleich vornweg, uns geht's immer noch sehr gut - abgesehen vom anhaltenden Durchwinken der Nahrung durch mein Verdauungsapparat.
Leider klappt das mit dem Hochladen der Fotos nicht. Der letzte Versuch schlug nach einer Stunde "Eineruhr" fehl, dazwischen gab's nur sehr langsame Internetverbindungen oder keine Anschlussmoeglichkeiten am Computer. Mittlerweile bedaure ich es, keinen eigenen Rechner mitgenommen zu haben; denn ueber die ueberall vorhandenen Funknetzwerke wuerde das Hochladen problemlos funktionieren. Leider gibt's fuer uns erst am morgen in Perth hoffentlich die Moeglichkeit, Euch die angesammelten Bilder zu praesentieren.
Seit dem 17. Juli sind wir um etliche Erfahrungen reicher. Die erste war die ca. 600 km lange Fahrt nach Cooktown ueber die Bloomfield-Route, von der wir nicht wussten, wie steinig sie werden sollten - ab Cape Tribulation unbefestigt, teilweise 30 cm tiefe Spurrinnen mit dicken Steinen, etliche Flussdurchquerungen, in der Daemmerung. Das ganze ohne Allrad und Hoeherlegung immer der Staubwolke eines anderen Allrad-Fahrzeug hinterherhechelnd, da der die Route offensichtlich kannte. Absolut grenzwertig.
Cooktown, wo James Cook in Australien anlandete, um sein Schiff zu reparieren, ist mittlerweile ein nur noch 2000 Einwohner grossen Kaff (frueher mal 30000 Einwohner) mit so breiten Strassen, dass Ochsenkarren darauf wenden koennen und bietet frischen Fisch, wie andere australische Staedte aber auch. Der aelteste botanische Garten ist zwar nett, kommt aber aufgrund der seit langem abgestellten Wasserspiele in keinster Weise mehr an die einsmalige Wirkung heran.
Von dort sind wir am 20.07. wieder suedlich nach Cape Tribulation gefahren - diesmal ganz ruhig zurueck ueber die Bloomfield-Route. Eva hat auch die Flussdurchquerungen inklusive Bugwelle gefilmt.
In Cape Tribulation kampierten wir mitten im Dschungel in befestigten Zelten, mussten mit Ohrstoepseln schlafen, sahen in einer gefuehrten Nachtwanderung etliche Tiere und lernten jede Menge ueber den Kampf der Pflanzen um Licht und Nahrung im Dschungel - faszinierende Dramen und Allianzen der Pflanzen und Tieren untereinander.
Einer der Hoehepunkte in Cape Tribulation und ueberhaupt auf der bisherigen Reise war eine erneute Schnorcheltour zum "Great Barrier Reef" - diesmal keine Korallenbleiche, sondern die Vielfalt und Farbigkeit eines gesunden Riffs, was wohl auch daran lieg, dass es dort noch gesunde Mangrovenwaelder und keine Landwirtschaft gibt. Eva und ich sind aus dem Staunen nicht herausgekommen, die Vielfalt der Korallen, die Formen, Farben, die Fische, auch grosse Wasserschildkroeten haben uns ein breites Grinsen auf die Gesichter gezaubert.
Von Cape Tribulation sind wir nach Cairn gefahren, von wo wir aus nach Kuranda mit einer Schmalspurbahn in die Berge fuhren, entlang malerischer Schluchten, Wasserfaellen etc.. Zurueck ging's mit einer 8 km langen Seilbahn ueber den Dschungel. Es ist schon erstaunlich, wie laut es in den Gipfeln des Dschungels zugeht und wovon am Boden tagsueber nichts zu vernehmen ist. Kuranda selbst ist ein idylisches Dorf mit vielen kleinen Handwerkerlaeden, die teilweise jede Menge "Tiniff" aber auch originelle Dinge darbieten.
Mittlerweile sind wir am Fusse des Uluru (der Aboriginename fuer den Ayers Rock), im Herzen Australiens, mitten in der Wueste, d.h. die Naechte bis auf 2 Grad Celsius, tagsueber bis 25 Grad, jeden Tag Winter- und Sommerklamotten. Heute haben wir einen Ruhetag. Gestern sind wir um 6 Uhr aufgestanden, um kurz darauf die "Rush Hour" in der Wueste mitzugestalten - hunderte von Autos unterwegs, um den Sonnenaufgangsbesichtigungsparkplatz zu befuellen, und die frierenden Insassen aus den Autos zu entlassen, damit die aufgehende Sonne und das Farbspiel am Uluru die Koerper und Herzen selbiger erwaermen. Es war schon "nett" - meine Meinung, wie so viele andere Sonnenaufgaenge auch. Das folgende ausgiebige Fruehstueck staerkte uns fuer die folgende Umrundung und anschliessende Besteigung des Uluru zu Fuss. Eva und ich waren ganz gluecklich, als wir endlich von oben auf die platte Wueste schauen konnten.
Die Anangu, der ca. 200 Personen zaehlende Stamm der Eigentuemer des Uluru, moegen es so gar nicht, dass ihr Heiligtum fotografiert und bestiegen wird, leben allerdings auch durchaus von den 400000 Touristen, die jaehrlich hier vorbeischauen. Die Konflikte zwischen der indigenen "Steinzeit"- und der eingewanderten europaeischen Kultur fuehrt dann auch zu einer irgendwie schizophrenen Situation. Die Selbstmordrate unter den Aborigine steigt von Jahr zu Jahr .... nun ja ....
Den Sonnenuntergang mit dem vielleicht besseren Farbschauspiel gab's fuer uns schon am Tag vorher.
Heute Abend werden wir den Sonnenuntergang auf Kamelen (oder auch Dromedaren - da kenne ich mich nicht so aus) bestaunen.
Ich hoffe, morgen vor unserem Abflug noch etwas mitteilen zu koennen.
Lieben Gruss
Leider klappt das mit dem Hochladen der Fotos nicht. Der letzte Versuch schlug nach einer Stunde "Eineruhr" fehl, dazwischen gab's nur sehr langsame Internetverbindungen oder keine Anschlussmoeglichkeiten am Computer. Mittlerweile bedaure ich es, keinen eigenen Rechner mitgenommen zu haben; denn ueber die ueberall vorhandenen Funknetzwerke wuerde das Hochladen problemlos funktionieren. Leider gibt's fuer uns erst am morgen in Perth hoffentlich die Moeglichkeit, Euch die angesammelten Bilder zu praesentieren.
Seit dem 17. Juli sind wir um etliche Erfahrungen reicher. Die erste war die ca. 600 km lange Fahrt nach Cooktown ueber die Bloomfield-Route, von der wir nicht wussten, wie steinig sie werden sollten - ab Cape Tribulation unbefestigt, teilweise 30 cm tiefe Spurrinnen mit dicken Steinen, etliche Flussdurchquerungen, in der Daemmerung. Das ganze ohne Allrad und Hoeherlegung immer der Staubwolke eines anderen Allrad-Fahrzeug hinterherhechelnd, da der die Route offensichtlich kannte. Absolut grenzwertig.
Cooktown, wo James Cook in Australien anlandete, um sein Schiff zu reparieren, ist mittlerweile ein nur noch 2000 Einwohner grossen Kaff (frueher mal 30000 Einwohner) mit so breiten Strassen, dass Ochsenkarren darauf wenden koennen und bietet frischen Fisch, wie andere australische Staedte aber auch. Der aelteste botanische Garten ist zwar nett, kommt aber aufgrund der seit langem abgestellten Wasserspiele in keinster Weise mehr an die einsmalige Wirkung heran.
Von dort sind wir am 20.07. wieder suedlich nach Cape Tribulation gefahren - diesmal ganz ruhig zurueck ueber die Bloomfield-Route. Eva hat auch die Flussdurchquerungen inklusive Bugwelle gefilmt.
In Cape Tribulation kampierten wir mitten im Dschungel in befestigten Zelten, mussten mit Ohrstoepseln schlafen, sahen in einer gefuehrten Nachtwanderung etliche Tiere und lernten jede Menge ueber den Kampf der Pflanzen um Licht und Nahrung im Dschungel - faszinierende Dramen und Allianzen der Pflanzen und Tieren untereinander.
Einer der Hoehepunkte in Cape Tribulation und ueberhaupt auf der bisherigen Reise war eine erneute Schnorcheltour zum "Great Barrier Reef" - diesmal keine Korallenbleiche, sondern die Vielfalt und Farbigkeit eines gesunden Riffs, was wohl auch daran lieg, dass es dort noch gesunde Mangrovenwaelder und keine Landwirtschaft gibt. Eva und ich sind aus dem Staunen nicht herausgekommen, die Vielfalt der Korallen, die Formen, Farben, die Fische, auch grosse Wasserschildkroeten haben uns ein breites Grinsen auf die Gesichter gezaubert.
Von Cape Tribulation sind wir nach Cairn gefahren, von wo wir aus nach Kuranda mit einer Schmalspurbahn in die Berge fuhren, entlang malerischer Schluchten, Wasserfaellen etc.. Zurueck ging's mit einer 8 km langen Seilbahn ueber den Dschungel. Es ist schon erstaunlich, wie laut es in den Gipfeln des Dschungels zugeht und wovon am Boden tagsueber nichts zu vernehmen ist. Kuranda selbst ist ein idylisches Dorf mit vielen kleinen Handwerkerlaeden, die teilweise jede Menge "Tiniff" aber auch originelle Dinge darbieten.
Mittlerweile sind wir am Fusse des Uluru (der Aboriginename fuer den Ayers Rock), im Herzen Australiens, mitten in der Wueste, d.h. die Naechte bis auf 2 Grad Celsius, tagsueber bis 25 Grad, jeden Tag Winter- und Sommerklamotten. Heute haben wir einen Ruhetag. Gestern sind wir um 6 Uhr aufgestanden, um kurz darauf die "Rush Hour" in der Wueste mitzugestalten - hunderte von Autos unterwegs, um den Sonnenaufgangsbesichtigungsparkplatz zu befuellen, und die frierenden Insassen aus den Autos zu entlassen, damit die aufgehende Sonne und das Farbspiel am Uluru die Koerper und Herzen selbiger erwaermen. Es war schon "nett" - meine Meinung, wie so viele andere Sonnenaufgaenge auch. Das folgende ausgiebige Fruehstueck staerkte uns fuer die folgende Umrundung und anschliessende Besteigung des Uluru zu Fuss. Eva und ich waren ganz gluecklich, als wir endlich von oben auf die platte Wueste schauen konnten.
Die Anangu, der ca. 200 Personen zaehlende Stamm der Eigentuemer des Uluru, moegen es so gar nicht, dass ihr Heiligtum fotografiert und bestiegen wird, leben allerdings auch durchaus von den 400000 Touristen, die jaehrlich hier vorbeischauen. Die Konflikte zwischen der indigenen "Steinzeit"- und der eingewanderten europaeischen Kultur fuehrt dann auch zu einer irgendwie schizophrenen Situation. Die Selbstmordrate unter den Aborigine steigt von Jahr zu Jahr .... nun ja ....
Den Sonnenuntergang mit dem vielleicht besseren Farbschauspiel gab's fuer uns schon am Tag vorher.
Heute Abend werden wir den Sonnenuntergang auf Kamelen (oder auch Dromedaren - da kenne ich mich nicht so aus) bestaunen.
Ich hoffe, morgen vor unserem Abflug noch etwas mitteilen zu koennen.
Lieben Gruss
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