Donnerstag, 16. Juli 2009

Magnetic Island



















Nun sind wir schon 3 Tage auf Magnetic Island (Magnetische Insel), die ihren Namen uebrigens vom Seefahrer James Cook verpasst bekam, als dessen Schiffsinstrumente vor der Insel nicht richtig funktionierten und er meinte, die Insel sei magnetisch. Der wahre Grund fuer das "Nicht-Funktionieren" duerfte aber die Alkoholsucht von James Cook und sein Ableseunvermoegen gewesen sein.
Auf der Fahrt nach Townsville, von der aus wir mit der Faehre zur Insel uebersetzten, konnte ich uebrigens mit einem bunten Auto und seinem uniformierten Fahrer Bekanntschaft machen, der mich um 200 Australische Dollar bat fuer die Differenz zwischen 116 km/h und 100 km/h. Naja, ich bin ja grosszuegig. Immerhin hat der Riesen-Camry, mit dem wir hier ueber die Strasse kreuzen eine Geschwindigkeitsregelanlage. Bei den von nun an maximal eingestellten 100 km/h schlafe ich zwar fast ein, aber ich kann dann auch nebenbei Stricken oder sonstwas machen.
Die Insel selbst ist ungefaehr 10 km lang und 6 km breit und bietet wunderschoene Buchten mit Riffen, die wir auch zum Teil schon erschnorchelt haben. Die Insel selbst wird durchzogen von Wanderwegen und Holperstrassen, auf denen lustige Inselautos fahren, die man hier mieten kann - ungefaehr das Kaliber der "25 km/h"-Autos fuer "Behinderte" in Deutschland, die hier allerdings meistens von den Backpackern gefahren werden, die auch den wohl groessten Anteil der Inselbesucher stellen. Ueberhaupt habe ich den Eindruck, dass die meisten Besucher der australischen Ostkueste Backpacker sind - davon sehr viele Deutsche, die mit "Work and Travel"-Visa hier sind, wobei die meisten derzeit nicht zum Arbeiten kommen, da es fast keine Arbeit gibt. Also reisen die meisten rum.
Bis heute waren wir hier auf der Insel in der Jugendherberge in einer tollen Finnhuette mitten im urwaldmaessigen Umfeld. Gleich nebenan gibt es ein Koala-Pflegegehege, wo auch anderes Getier gepflegt wird (Frischwasser- und Salzwasserkrokodile, Schlangen, "Drachen", Echsen). In einer 3-stuendigen Tour gab uns ein Ranger tiefe Einblicke in das Leben dieser Viecher und vor allem in die Gefahren, denen diese Tiere seitens der Menschen ausgesetzt sind. Hoehepunkt waren die jeweiligen Fotosessions mit diesen Tieren, d.h., es gibt jetzt Fotos von Eva und mir mit Schlangen, Koalas, Echsen etc. - leider ohne Spinnen. ;-)
Da wir leider nicht in dieser Traum-Jugendherberge verlaengern konnten, sind wir heute in eine kostspieligere Herberge umgezogen (XBase), die nicht minder schoen und dazu noch direkt am Wasser mit Strand liegt. Unter unserer Veranda braust das Wasser - abgefahren. Dort werden wir bis zum Samstag bleiben, muessen dann ganz frueh raus, um etliche hunderte Kilometer weiter nach Cooktown zu fahren - hoffentlich ohne uniformierte Maenner, auch wenn die teilweise ganz nett aussehen (ansonsten sind die meisten australischen Menschen einfach nur fett).
Heute informierte sich Eva noch in der hiesigen Universitaet (James Cook Univercity von Townsville) ueber die Moeglichkeiten der postgraduellen Studien in Meeresbiologie. Scheinbar ist das weltweit der Ort, um Fischereiwesen und Meeresbiologie bezogen auf Riffe etc.) zu studieren. Die Uni ist eine Campus-Uni, d.h. alles auf einem Fleck. Die Institute sind in einer weitlaeufigen, sehr gruenen, fast urwaltmaessigen Umgebung integriert. Was mich etwas irritierte, waren die Warnungen auf den Uni-Toiletten, nachts nicht alleine ueber den Campus zu gehen. Scheinbar hat Townsville ein paar Sicherheitsprobleme. Genaueres weiss ich aber noch nicht.
Townsville selbst ist nicht unbedingt ein schoener Ort, aber vielleicht deshalb ganz gut, um sich auf Studien konzentrieren zu koennen. Es gibt in der Stadt einen langen Strand mit einer ebenso langen, schoenen Promenade. Gebadet und geschwommen wird hier mehr in den Pools an der Promenade als im Meer. Immerhin haben Eva und ich gestern beim Schnorcheln ein paar Quallen im Meer sehen koennen, allerdings nicht die gefaehrlichen. Eigentlich wollten wir hier auf der Insel noch im Riff tauchen, mussten das aber verschieben, da alle Tagestauchfahrten ausgebucht waren. Das erwartet uns nun in ein paar Tagen weiter noerdlich in Cape Tribulation, wo das Wasser auch etwas angewaermter sein duerfte. Hier ist die Wassertemperatur ungefaehr so warm wie in Lubmin oder Zinnowitz im Sommer, d.h., ohne Bewegung im Wasser friere ich hier schnell, weshalb beim Schnorchel oder Tauchen die meisten hier einen Neopren-Anzug tragen.
Leider sind beim Schnorcheln die Wasseraufnahmen mit meiner Kamera in dem Unterwassergehaeuse schlecht auszumachen, weshalb ich einfach nur auf den Ausloeser druecke, ohne zu wissen, ob auch etwas zu sehen ist. Die Spiegelungen sind einfach zu stark. Hoffentlich wird das beim Tauchen besser.
Leider gibt's auch heute noch keine Bilder, da ich von diesem Internet-Terminal keine hochladen kann.
Ansonsten geht's uns gut, was ich auch von Euch hoffe.
Lieben Gruss an alle.

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