Dienstag, 18. August 2009

15.08. - 18.08.2009 - Sydney

Es sind unsere letzten Tage bevor wir wieder zurueckfliegen, genung Zeit um mit Steve, Steve und Poppers nochmal zu reflektieren und den ganzen Urlaub Revue passieren zu lassen. Vor allem fuer Martin ist es auch mal schoen wieder ein paar Gleichaltrige um sich zu haben, nicht immer die ganzen jungen Huepfer aus den Hostels. Ich bin so gluecklich, dass es langsam in Sichtweite kommt euch alle wieder zu sehen und auf der anderen Seite sehr traurig das Land auf der anderen Seite der Erde hinter mir zu lassen. Dieser Urlaub war grossartig, faszinierend, manchmal anstrengend, lehrsam und unvergesslich. Ich bin voller Dank gegenueber Martin, der das ueberhaupt erst ermoeglicht hat. Ich habe so viel gesehen, dass die ersten Tage des Erzaehlens total durcheinander werden und ich vielleicht wirklich einfach mal eine langweilige gruene Wiese brauche, um zu entspannen und Erinnerungen sacken zu lassen. Dieser Urlaub war wunderbar und wird mir immer in Erinnerung bleiben. Australien ist ein wunderschoenes Land und es lohnt sich die lange Reise aufzunehmen.
'How is it?' - 'Very well, thank you'.

Adelaide - Great Ocean Road - Melbourne and back

Das erste was sich ueber Adelaide sagen laesst, ist, dass Martin seine neue Kreditkarte sofort im Hostel erhalten hat und dadurch das mieten von Autos und unser geplanter Trip nach Melbourne moeglich gemacht wurde - zum Glueck. Das hiess fuer uns, zwei Tage Aufenthalt in Adelaide und danach entlang der Great Ocean Road nach Melbourne.

Die zwei Tage in Adelaide waren sehr ruhig, schliesslich ist dieses Staedtchen nicht besonders spannend. Das wirklich schoene war der Markt, der wirklich eine besonders grosse Auswahl an frischer Ware bot. Vor allem fuer unsern kaeseliebenden Martin war das eine Wonne.

Koennt ihr euch vorstellen, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich viel von der so hochgepriesenen Natur mitbekommen haben. Vor allem haben wir bis dato noch nicht ein richtiges Kaenguruh gesehen. Nur Scharen von Kakadus und anderen Papageien... Wir beschlossen also die gegebene Chance zu nutzen und in den nicht weit entfernten Cleveland Nationalpark zu fahren und uns all die exotischen Tiere ein bisschen naeher anzusehen. Das war echt superschoen. man muss sich das vorstellen, wie ein grosser Streichelzoo, so gut wie alle Tiere liefen in Freigehegen rum, liessen anfassen und knuddeln. Vor allem die Vielfalt an Kaeguruhs und Wallabys vor Ort war sehr beeindruckend. Schoenes Erlebnis, das noch durch bessere Tierbegegnungen getopt werden sollte.

Am Tag darauf machten wir uns voll beladen auf in Richtung Melbourne. Geplant war von Adelaide ca. 500 km nach Port Fairy zu fahren, dort zwischenzustoppen und die folgenden 300km am naechsten Tag zu absolvieren. Der erste Teil des Trips war nicht wirklich aufregend, wie auch, wenn man nur Highway faehrt. Aber immerhin war die Aussicht nicht ganz so langweilig, wie bei unser letzten Tagestour. Suedaustralien sieht an vielen Stellen she wiesig aus, meistens ohne Baeume und einfach nur gruen. Viele Schafe und Kuehe auf den Weiden, teilweise huegelig, dann kommen die Wetland, die trocken sind und dann kommt die Kueste. Ab diesem Teil wurde es wenigsten wirklich schoen nach draussen zu gucken und Fotos zu schiessen. Ich muss auch zugeben, dass es wesentlich einfacher ist zu entspannen, wenn es was zu gucken gibt. Leider waren wir zu diesem Zeitpunkt schon ein bisschen spaet dran,dass heisst, der Tag ging langsam zu ende und die Daemmerung setzte ein. Das bedeutet fuer Australien: 'Achtung Kaenguruhs ueberall!' und 'Fahre ganz bedonders vorsichtig!'. Sollte wir doch tatsaechlich auf unserem letzten langen Trip noch Hopper sehen???

Jaaaaaaaaaaaaaaa...und zwar extrem viele und das heisst wirklich sehr vorsichtig fahren und wirklich auf jede kleinste Bewegung am Strassenrand achten. Und ploetzlich tauchten sie alle auf. Sie staden in Scharen am Waldrand und grasten gemuetlich vor sich hin - und dazwischen Emus, ja auch die haben wir schliesslich auch noch in freier Wildbahn gesehen. Volle Kanne Wildlife - und ich hab sie entdeckt :p das war aleso unser Highlight von Fahrt #1. In Port Fairy kamen wir wirklich sehr spaet an, dunkel wars der Mond schien helle, es war a****kalt - Winter eben halt. Das gute war, dass wir am naechsten Morgen aufgewacht sind, nicht erfroren, aber vollkommen ausgeruht. Auf zu #2.

Die naechste und weitaus interessantere Strecke sollte uns an der Great Ocean Road entlang fuehren. Also die ganze Zeit am Wasser. Das erste, was wir von diesem Teil der Route mitgenommen haben, war eine atemberaubende Kueste, geformt von der Urwut des Ozeans, niemlas gleich, immer veraendernd. Wir sind das ein oder andere Mal stehen geblieben und haben Fotos gemacht, unter anderem von einer Gruppe Wale, die vor der Kueste badete. Vor allem von Felsvormationen der besonderen Art sind Bilder entstanden. Beispielsweise von den Zwoelf Aposteln, von denen sich fuenf schon verduenisiert haben und von der London Bridge, die auch nur noch zur Haelfte existiert. Und trotzdem fahren tausende von Touristen immerwieder hin, einfach weil es wunderschoen ist. So also auch wir.

Auf dem weg entlang der Kueste sollten wir auch den suedlichsten Punkt des Festlandes Australiens passieren. Den wollten wir natuerlich nicht missen und sind durch den Otway Nationalpark zum Suedspitzenleuchtturm. Leuchttuerme hat man nu auch schon nen paar gesehen, aber wenn man den Wald vor lauter Koalas nicht mehr sieht, ist das schon was besonderes. Da waren unzaehlbar viele ploetzlich ueber unseren Koepfen, sogar eine Mama mit Baby. Einfach super.

Vom Sueden wieder in den Norden nach Melbourne, an wunderschoener Kueste entlang. Und nach einer scheinbar ewigen Autofahrt endlich in Melbourne angekommen...zzz...

In Melbourne ist Winter, keine Frage, es ist nass, es ist kalt, es ist windig, aber es ist wunderbar. Diese Stadt ist mitunter die schoenste ganz Australiens. Kleine Gaesschen winden sich durch grosse Bankenviertel und an jeder Ecke ist ein Cafe. Der erste Tag in Melbourne bedeutete fuer uns einen erte Eindruck zu bekommen, der zweite Tag war ein bisschen tricky fuer mich, denn wir wurden von einem Einheimischen rumgefuehrt, Mark, ein Mann, den Martin auf Rottnest kennengelernt hat. Er hat uns wirklich alles gezeigt, von Touristenhighlights bis zu unbekannten aber wunderbaren Ecken. Der Tag hat mir wirklich vieles schoenes gezeigt, aber teilweise so schnell gesprochen, dass ich abschalten musste. Allerdings haben wir dadurch so viel von Melbourne gesehen, dass unser vergleichsweise kurzer trip sich gelohnt hat. Aber was waere Grossstadt ohne shoppen? Das wurde fuer den naechsten Tag angesetzt und ich habe das absolut genutzt, solange, bis wir uns wieder per Auto auf den Rueckweg gemacht haben.

Via Halls Gap, einem Nest mitten in den Bergen vor Adelaide, zurueck um dann nach Sydney zu fliegen und unsere letzten Tage unseres Urlaubs nochmal zu geniessen.

Montag, 10. August 2009

05.- 07. August - vom Indischen Ozean zum Pazifik - via 'Indian Pacific'

Wie kommt man von der einen Seite Australiens zur anderen? Ganz einfach - per Zug. Und zwar ueber eine der aeltesten Langstreckenverbindungen Australiens und der einzigen von West- nach Ostaustralien, ohne ein Flugzeug zu benutzen. Der Indian Pacific sieht von aussen ziemlich unspektakulaer aus, wie ein mit Wellblech ueberzogener stinknormaler Zug, der mit 'Indian Pacific' beschriftet ist. Aber eigentlich interessierte mich das Auessere auch nicht halb so viel, wie das Innere. Schliesslich sollte ich 42 Stunden darin verbringen. So war es also schon ein wenig schockierend, als ich unsere Kabine betreten sollte. Das ging naemlich nicht, zumindestens solange Martin verbluefft in der Tuer stand. Die Kabine war dermassen...winzig, dass nur zwei reinpassten, wenn sie auf den Sitzen paltziert waren. Die Sitze waren allerding sehr komfortabel, was mich hoffen liess, die Reise einigermassen entspannt zu ueberstehen. Als ich dann auch rausgefunden habe, wo sich die Betten befinden und wie sie von Wand und Decke in die richtige Position gebracht werden konnte, war ich beruhigt. Jetzt konnte es also losgehen. Tueren zu und 'Gute Fahrt!'. Unsere Fahrt sollte uns von Perth durch die Wueste nach Kalgoorlie durch die Wueste nach Cook durch die Wueste und nach langem Durch Die Wueste auch nach Adelaide, unserem Ziel, fuehren. Allerdings lagen einige Stunden langer Fahrt vor uns. Wie sollte man die sich also vertreiben? Vor allem sollte man was essen. Da es in jedem Langstreckenzug auch ein Restaurant gibt, hat es uns nach einiger Zeit dahin verschlagen, eigentlich auch mehr, um mal ein bisschen Preise zu vergleichen. Wir stellten erstaunt fest, dass sie im Bereich 'Bezahlbar' lagen, was uns zufrieden stellte. Das Restaurant gab aber auch die Gelegenheit, sich die zwanglaeufig aufsteigende Langeweile nach ungefaehr zwei Stunden Nichts zu vertreiben - und zwar mit Karten spielen. Am ersten Abend war es vor allem Romme, das Spiel ist in Australien nicht gerade bekannt, zumindestens nicht unter jungen Leuten. Also haben wir uns eine alte Dame geschnappt und mit ihr zusammen gespielt und dabei eine sehr wichtige Weissheit fuer alle uebermassigen Kartenmischer gelernt. Man hoere und verkneife sich nicht das lachen. Sie lautet: "Don't shuffle too much, otherwise you will rub off the Queens tits." - Misch nicht so viel, ansonsten reibst du die Brueste der Dame ab.
Unser abendliches Kartenspiel wurde aufgeheitert von einer Truppe volltrunkender Chaoten - Fussballfans. Die haben sich schon bevor wir den Zug betreten haben die Kante gegeben und im Zug ihr Powertrinken fortgefuehrt. Spassigerweise sagten die Spruech auf ihren Shirts schon alles - Zug, Flugzeug und Alkohol (mit dem Zug zum Spiel nach Adelaide, mit dem Flugzeug zurueck und das ganze begleitet von dauerndem Alkoholkonsum). Anfaenglich war das noch witzig zu beobachten, aber nachdem alle voll waren und einfach nur nervig aufdringlich wurden, hatte man doch die Schnauze voll. Aber an schlafen war noch nicht zu denken, schliesslich wollten wir ein bisschen Goldgraeberfeeling mitnehemn, gerade weil wir im reichsten Bereich Australiens waren. Kalgoorlie, unser erster Zwischenstop um kurz nach zehn abends, war und ist Die Goldgraberstaedt in Westaustralien. Angefangen hat das alles mit einem kleinen Stueck Gold, das Paddy Hannan 1893 gefunden hat. Damit etwas Schoenes unter der Erde liegt. Also nahmen sie die Erde auseinander und als es auf der Oberflaeche nichts mehr gab, suchten sie darunter. Dadurch entstanden viele metertiefe Mienen. Die gesiebte Erde wurde zur Errichtung der Goldgraberstadt Kalgoorlie genutzt. Schade nur, dass die Menschen damals nicht wie heute in der Lage waren, auch den letzen Staubkruemel Gold zu gewinnen. Das ist mitunter einer der Gruende, warum K. eine der wertvollsten Staedte Australiens ist, denn Kalgoorlies Haeuser stehen auf goldenem Fundament.
So waren wir also gespannt, was wir sehen wuerden. Die Stadt an sich ist nicht besonders spannend. So wie in fast jeder australischen Stadt, gibt es auch hier eine High Street. Wir haben davon aber wegen der spaeten Nachtstunde nicht viel gesehen. Viel spannender war aber auch die heutige iene und die war trotz Nachstunde hell beleuchtet und es wurde gearbeitet, wie jeden Tag, 24 Stunden lang, 365 Tage im Jahr. Unglaublich, was wir gesehen haben. Kilometerlange abgetragene Terassen aus Schutt - ein Loch mitten in der Wueste von mehreren hundert Metern Tiefe, dicke Schlepper, die die Miene hoch und runter fuhren, jedes Aufweg mit 225 Tonnen Schutt beladen, Verbrauch bei jeder beladenen Fahrt: 400l Diesel, Goldgewinn: ein Marsriegel Gold. Der Blick allein war einfach gewaltig.
Nach ein paar Fotos hiess es dann zurueck zum Zug und weiter nach Adelaide. Da es schon fast 1 Uhr morgens war, gings dann auch fuer uns ins Bett - das war der erste Test der Betten. Haben wir geschlafen??? Ich habe gewackelt, als wueder jemand mein Bett durchschuetteln, aber geschlafen habe Ich jedenfalls nicht gut. Das war echt schlimmer als auf einem Boot, hatte zwischendurch Angst aus dem Bett zu fallen. Aber immerhin hab ich ein bisschen doesem koennen und auch Martin war wenigstens ausgeruht. Am Morgen darauf war das erste was ich realisiert habe ein Fussballfan, der mit einer Vodkadose durch das Restaurant schlurfte - was fuer ein reichhaltiges Fruehstueck. Wir haben schoen gefruehstueckt und uns der besten Bestaeftigung im Zug hingegeben - Kartenspielen, aber dieses Mal Bullshit, ein neu gelerntes Spiel und Knack. Martin hat zwischendurch beschlossen, schlafen zu gehen und sich von der Nacht zu erholen, ich habe weiter gespielt. Am fruehen Nachmittag hatten wir unseren zweiten Stop - in Cook, einem Ort im Niergendwo. Die einzigen Leute vor Ort waren die Souvenirverkaeufer. Aber immerhin hatten wir die Moeglichkeit, die Lok zu fotografieren. Danach wieder in den Zug und Karten spielen. Fuer mich ging das noch bis 2:15 Uhr am naechssten Morgen so, unterbrochen von ein paar Mahlzeiten und kurzen Gespraechen mit den anderen Zuggaesten. Das Gute an stundenlangem spielen ist, dass man danach gut schlafen kann - ich hab durchgeschlafen :)
Nach 42 Stunden fahren, sind wir dann am 07.08. um 07:20 Uhr in Adelaide angekommen. Jetzt nur noch schnell ins Hostel und schlafen!

Montag, 3. August 2009

Steckengeblieben in Fremantle und Perth

Der letzte Eintrag ist nun mittlerweile ein paar Tage her. Immerhin ist es mir gelungen ein paar Bilder nachtraeglich in die Blogeintraege einzufuegen, was sich auch weiterhin reichlich schwer gestaltet.
Was ich noch gar nicht mitgeteilt habe: mir ist in Cairns meine Kreditkarte "abhanden" gekommen, was in Ayers Rock (Uluru) noch nicht zum grossen Problem wurde, dafuer jedoch umso mehr in Perth bei der Ankunft zum Hindernis wurde bezueglich der Autovermietung. Leider benoetigen fast alle Autovermietungen als Sicherheit bei einer Vermietung eine Kreditkarte, die ich ja nun nicht mehr habe. Infolge habe ich trotz bezahlten Gutscheins das Auto hier in Perth nicht mieten koennen. Wenn ich Glueck habe und ein Sachbearbeiter spaeter gute Laune hat, werde ich vielleicht etwas Geld zurueckbekommen. Das ganze setzte mir am Tag der Ankunft doch arg zu, zumal sich die Auszahlung der in bar bei Hertz hinterlegten Kaution am Ayers Rock auch schon schwierig gestaltete. Jedenfalls war der Ankunftstag erstmal gelaufen.
Positiv wurden wir dann aber von Fremantle ueberrascht, einem wunderschoenen Stadtteil (frueher war das mal eine eigenstaendige Stadt) von Perth, der Hauptstadt Westaustraliens.
In Perth leben insgesamt 2 Millionen Menschen, in gesamt Westaustralien ca. 4 Millionen. Fremantle ist ungefaehr das fuer Perth, was Bremerhaven fuer Bremen ist. Hier kamen frueher die Auswanderer bzw. Einwanderer in Westaustralien an, heute jede Menge Containerschiffe, Autotransportschiffe und jede Menge Touristen bzw. zum Entspannen aufgelegte Einwohner von Perth, die sich in den vielen schoenen Cafes, Restaurants und schnuckligen Maerkten entspannen bzw. einkaufen.
Jedenfalls mussten wir erstmal umdisponieren und unsere Westaustralienerkundung auf Fremantle bzw. Perth beschraenken, was sich aber als so gar nicht schlimm herausstellte; denn hier gibt's jede Menge zu entdecken.
Hier in Kurzform:
Am 30.07. sind wir die Strassen von Fremantle rauf- und runtergelaufen, haben auch etwas eingekauft. Abends waren wir dann in im Little Creatures, haben exzellente Pizza gegessen, die von gut aussehenden Kellnern serviert wurde, im Hintergrund Lounge-Musik ala Ibiza, dazu den Sonnenuntergang im Hintergrund. Das entschaedigte ganz gut fuer den Aerger vom Vortag.
Am 31.07. schlenderten wir durch die beiden Wochenmaerkte von Fremantle, wobei uns der Fremantle Markets deutlich besser gefiel. Das ganze findet immer von Freitag bis Sonntag statt und ist vergleichbar mit den Wochenmaerkten, die es in Berlin u.a. am Winterfeldtplatz gibt. Leider habe ich immer noch keine fuer mich gute Marmelade, d.h. mit mindestens 6o-prozentigem Fruchtanteil gefunden. In den Supermaerkten gibt's hier nur Zuckermarmelade mit Fruchtgeschmack (vielleicht etwas drastisch, aber ich bin vielleicht auch etwas verwoehnt, was Marmelade angeht). Und wo ich schon beim Meckern bin: mir fehlt hier guter Kaese und Wurst. Es gibt jede Menge Cheddar in allem moeglichen broeckligen Varianten, jedoch keinen Rohmilchkaese, geschweige denn einen einzigen guten Ziegenkaese. Fuer Franzosen muss das der Horror sein. Wenn ich wieder in Berlin ankomme, werde ich als erstes die Kaesetheke im Lafayette pluendern. ;-)
Vor allem bin ich deshalb enttaeuscht ueber die Qualitaet einiger Produkte (die Milch und der Joghurt hier sind uebrigens spitze!), weil selbst am Tag drauf bei der "Good Food and Wine"-Messe in Perth unsere Hoffnung auf die Entdeckung guten Kaeses oder guter Wurst enttauscht wurden. Allerdings gab's dort dafuer jede Menge ueber australische Weine und deren unbestreibaren Qualitaeten zu entdecken. Die Messe bestand zu 80 % aus Weinverkostungsstaenden von wohl fast allen Weinproduzenten Australiens. Allerdings konnte man auch Menues von anwesenden Fernsehkoechen zu einigermassen fairen Preisen geniessen. Das ganze lief so ab:
Fuer 30 Aussie-Dollar Eintritt und 3 Dollar extra erhielt man ein Glas, mit dem man sich jeweils ein Probeschlueckchen an den Staenden abholte, sooft man wollte und soviel man wollte, wovon auch ausgiebig und ausgelassen Gebrauch gemacht wurde. Wir verliessen gegen 15 Uhr schliesslich das Perth Convention Centre, da die Stimmung anfing zu kippen ebenso wie ein schon etliche andere Besucher. Geschmacklich empfand ich einen nach Schokolade schmecken Portwein als fuer mich herausragend.
Als weniger herausragend empfand ich hingegen einen Stand der australischen Lobbyisten mit dem Ziel die Ueberlegenheit australischer Produkte nachzuweisen mit folgender Methode: man nehme 2 Jahre alten, ranzig schmeckendes spanisches Olivenoel und neues australisches Olivenoel, fuelle es in unetikettierte Flaschen und lasse die Messebesucher testen. Das Ergebnis ist dann "australisch" eindeutig ..... nun ja ...
Am Sonntag sind wir nach dem Fruehstueck in die Hl. Messe gegangen (mit wunderschoenem Orgelspiel) und danach mit dem Schiff auf dem Swan-Fluss aufwaerts nach Perth gefahren, um dort weiter etwas die Stadt zu entdecken. Sydney-Fans moegen uns verzeihen, aber irgendwie sind wir bislang mehr von Perth/Fremantle angetan als von Sydney. Aber vielleicht aendern wir unsere Meinung ja nach bei unserem naechsten Sydney-Aufenthalt.
Heute sind Eva und ich getrennte Wege gegangen; ich bin zur Insel Rottnest und Eva ist an den Nordstrand von Fremantle gefahren. Das tat uns beiden ganz gut.
Ich konnte mich heute mit dem Fahrrad auf der Insel so richtig gut abreagieren und so einiges erkunden. Neben einsamen (jedenfalls zu dieser Jahreszeit) Straenden mit fussschmeichelndem, weichem Sand, auf denen ich mich zwischendurch ausruhen konnte, hatte ich den Spass, einen Pelikan beim Fischen und etliche Quokkas (Kurzschwanzkaengeru) zu filmen. "Rottnest" bedeutet uebrigens soviel wie "Rattennest" und beruht auf einem Missverstaendnis seitens der Britten, die die kleinen possierlichen Quokkas, die es auf der Insel zahlreich gibt, fuer Ratten hielten.
Eva hat sich am Strand und in Fremantle entspannt. Es gab heute wunderbare Wellen und damit auch etliche Surfer am Strand, die Eva mit ihren Wellenreitkuensten erfreuten.
Morgen verlassen wir die Jugendherberge in Fremantle und ziehen fuer eine Nacht nach Perth in die dortige um, damit wir am Mittwoch frueh vor der Abfahrt mit dem Zug nach Adelaide am 05.08. nicht so viel Stress haben.
In Adelaide hoffe ich, die neue von MLP an mich per Express geschickte Kreditkarte in Empfang zu nehmen und somit auch wieder ein Auto mieten zu koennen.
Ansonsten geht's uns immer noch gut, was wir auch von Euch hoffen.
Lieben Gruss

Dienstag, 28. Juli 2009

Cooktown bis zum Uluru










































































































Gleich vornweg, uns geht's immer noch sehr gut - abgesehen vom anhaltenden Durchwinken der Nahrung durch mein Verdauungsapparat.
Leider klappt das mit dem Hochladen der Fotos nicht. Der letzte Versuch schlug nach einer Stunde "Eineruhr" fehl, dazwischen gab's nur sehr langsame Internetverbindungen oder keine Anschlussmoeglichkeiten am Computer. Mittlerweile bedaure ich es, keinen eigenen Rechner mitgenommen zu haben; denn ueber die ueberall vorhandenen Funknetzwerke wuerde das Hochladen problemlos funktionieren. Leider gibt's fuer uns erst am morgen in Perth hoffentlich die Moeglichkeit, Euch die angesammelten Bilder zu praesentieren.
Seit dem 17. Juli sind wir um etliche Erfahrungen reicher. Die erste war die ca. 600 km lange Fahrt nach Cooktown ueber die Bloomfield-Route, von der wir nicht wussten, wie steinig sie werden sollten - ab Cape Tribulation unbefestigt, teilweise 30 cm tiefe Spurrinnen mit dicken Steinen, etliche Flussdurchquerungen, in der Daemmerung. Das ganze ohne Allrad und Hoeherlegung immer der Staubwolke eines anderen Allrad-Fahrzeug hinterherhechelnd, da der die Route offensichtlich kannte. Absolut grenzwertig.
Cooktown, wo James Cook in Australien anlandete, um sein Schiff zu reparieren, ist mittlerweile ein nur noch 2000 Einwohner grossen Kaff (frueher mal 30000 Einwohner) mit so breiten Strassen, dass Ochsenkarren darauf wenden koennen und bietet frischen Fisch, wie andere australische Staedte aber auch. Der aelteste botanische Garten ist zwar nett, kommt aber aufgrund der seit langem abgestellten Wasserspiele in keinster Weise mehr an die einsmalige Wirkung heran.
Von dort sind wir am 20.07. wieder suedlich nach Cape Tribulation gefahren - diesmal ganz ruhig zurueck ueber die Bloomfield-Route. Eva hat auch die Flussdurchquerungen inklusive Bugwelle gefilmt.
In Cape Tribulation kampierten wir mitten im Dschungel in befestigten Zelten, mussten mit Ohrstoepseln schlafen, sahen in einer gefuehrten Nachtwanderung etliche Tiere und lernten jede Menge ueber den Kampf der Pflanzen um Licht und Nahrung im Dschungel - faszinierende Dramen und Allianzen der Pflanzen und Tieren untereinander.
Einer der Hoehepunkte in Cape Tribulation und ueberhaupt auf der bisherigen Reise war eine erneute Schnorcheltour zum "Great Barrier Reef" - diesmal keine Korallenbleiche, sondern die Vielfalt und Farbigkeit eines gesunden Riffs, was wohl auch daran lieg, dass es dort noch gesunde Mangrovenwaelder und keine Landwirtschaft gibt. Eva und ich sind aus dem Staunen nicht herausgekommen, die Vielfalt der Korallen, die Formen, Farben, die Fische, auch grosse Wasserschildkroeten haben uns ein breites Grinsen auf die Gesichter gezaubert.
Von Cape Tribulation sind wir nach Cairn gefahren, von wo wir aus nach Kuranda mit einer Schmalspurbahn in die Berge fuhren, entlang malerischer Schluchten, Wasserfaellen etc.. Zurueck ging's mit einer 8 km langen Seilbahn ueber den Dschungel. Es ist schon erstaunlich, wie laut es in den Gipfeln des Dschungels zugeht und wovon am Boden tagsueber nichts zu vernehmen ist. Kuranda selbst ist ein idylisches Dorf mit vielen kleinen Handwerkerlaeden, die teilweise jede Menge "Tiniff" aber auch originelle Dinge darbieten.
Mittlerweile sind wir am Fusse des Uluru (der Aboriginename fuer den Ayers Rock), im Herzen Australiens, mitten in der Wueste, d.h. die Naechte bis auf 2 Grad Celsius, tagsueber bis 25 Grad, jeden Tag Winter- und Sommerklamotten. Heute haben wir einen Ruhetag. Gestern sind wir um 6 Uhr aufgestanden, um kurz darauf die "Rush Hour" in der Wueste mitzugestalten - hunderte von Autos unterwegs, um den Sonnenaufgangsbesichtigungsparkplatz zu befuellen, und die frierenden Insassen aus den Autos zu entlassen, damit die aufgehende Sonne und das Farbspiel am Uluru die Koerper und Herzen selbiger erwaermen. Es war schon "nett" - meine Meinung, wie so viele andere Sonnenaufgaenge auch. Das folgende ausgiebige Fruehstueck staerkte uns fuer die folgende Umrundung und anschliessende Besteigung des Uluru zu Fuss. Eva und ich waren ganz gluecklich, als wir endlich von oben auf die platte Wueste schauen konnten.
Die Anangu, der ca. 200 Personen zaehlende Stamm der Eigentuemer des Uluru, moegen es so gar nicht, dass ihr Heiligtum fotografiert und bestiegen wird, leben allerdings auch durchaus von den 400000 Touristen, die jaehrlich hier vorbeischauen. Die Konflikte zwischen der indigenen "Steinzeit"- und der eingewanderten europaeischen Kultur fuehrt dann auch zu einer irgendwie schizophrenen Situation. Die Selbstmordrate unter den Aborigine steigt von Jahr zu Jahr .... nun ja ....
Den Sonnenuntergang mit dem vielleicht besseren Farbschauspiel gab's fuer uns schon am Tag vorher.
Heute Abend werden wir den Sonnenuntergang auf Kamelen (oder auch Dromedaren - da kenne ich mich nicht so aus) bestaunen.
Ich hoffe, morgen vor unserem Abflug noch etwas mitteilen zu koennen.
Lieben Gruss

Freitag, 17. Juli 2009

Sonnenaufgang in der XBase von unserer Veranda aus











Hier ein paar Bilder von der XBase, einer Rucksacktouristenherberge, wo wir seit gestern entspannen. Heute sind wir ganz frueh aufgestanden, um den Sonnenaufgang direkt von unserer Veranda aus zu sehen. Vormittags lagen wir danach etwas in der Sonne, waren schwimmen, wurden etwas angebraeunt - sehr zur Freude von Eva - und werden gleich den Koala-Pfad durch die Waelder erkunden in der Hoffnung, ein paar von diesen possierlichen Eukalyptusblaettergeniessern zu sehen.
Die Tsunamiwarnung, die fuer den Suedosten Australiens gestern galt, wurde zurueckgenommen, so dass wir uns auch keine Sorgen um Steve und Steve in Sydney machen muessen.
Die anderen Bilder kommen noch nach. Hier erstmal die vom Sonnenaufgang und dem anschliessenden Fruehstueck direkt am Strand.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Magnetic Island



















Nun sind wir schon 3 Tage auf Magnetic Island (Magnetische Insel), die ihren Namen uebrigens vom Seefahrer James Cook verpasst bekam, als dessen Schiffsinstrumente vor der Insel nicht richtig funktionierten und er meinte, die Insel sei magnetisch. Der wahre Grund fuer das "Nicht-Funktionieren" duerfte aber die Alkoholsucht von James Cook und sein Ableseunvermoegen gewesen sein.
Auf der Fahrt nach Townsville, von der aus wir mit der Faehre zur Insel uebersetzten, konnte ich uebrigens mit einem bunten Auto und seinem uniformierten Fahrer Bekanntschaft machen, der mich um 200 Australische Dollar bat fuer die Differenz zwischen 116 km/h und 100 km/h. Naja, ich bin ja grosszuegig. Immerhin hat der Riesen-Camry, mit dem wir hier ueber die Strasse kreuzen eine Geschwindigkeitsregelanlage. Bei den von nun an maximal eingestellten 100 km/h schlafe ich zwar fast ein, aber ich kann dann auch nebenbei Stricken oder sonstwas machen.
Die Insel selbst ist ungefaehr 10 km lang und 6 km breit und bietet wunderschoene Buchten mit Riffen, die wir auch zum Teil schon erschnorchelt haben. Die Insel selbst wird durchzogen von Wanderwegen und Holperstrassen, auf denen lustige Inselautos fahren, die man hier mieten kann - ungefaehr das Kaliber der "25 km/h"-Autos fuer "Behinderte" in Deutschland, die hier allerdings meistens von den Backpackern gefahren werden, die auch den wohl groessten Anteil der Inselbesucher stellen. Ueberhaupt habe ich den Eindruck, dass die meisten Besucher der australischen Ostkueste Backpacker sind - davon sehr viele Deutsche, die mit "Work and Travel"-Visa hier sind, wobei die meisten derzeit nicht zum Arbeiten kommen, da es fast keine Arbeit gibt. Also reisen die meisten rum.
Bis heute waren wir hier auf der Insel in der Jugendherberge in einer tollen Finnhuette mitten im urwaldmaessigen Umfeld. Gleich nebenan gibt es ein Koala-Pflegegehege, wo auch anderes Getier gepflegt wird (Frischwasser- und Salzwasserkrokodile, Schlangen, "Drachen", Echsen). In einer 3-stuendigen Tour gab uns ein Ranger tiefe Einblicke in das Leben dieser Viecher und vor allem in die Gefahren, denen diese Tiere seitens der Menschen ausgesetzt sind. Hoehepunkt waren die jeweiligen Fotosessions mit diesen Tieren, d.h., es gibt jetzt Fotos von Eva und mir mit Schlangen, Koalas, Echsen etc. - leider ohne Spinnen. ;-)
Da wir leider nicht in dieser Traum-Jugendherberge verlaengern konnten, sind wir heute in eine kostspieligere Herberge umgezogen (XBase), die nicht minder schoen und dazu noch direkt am Wasser mit Strand liegt. Unter unserer Veranda braust das Wasser - abgefahren. Dort werden wir bis zum Samstag bleiben, muessen dann ganz frueh raus, um etliche hunderte Kilometer weiter nach Cooktown zu fahren - hoffentlich ohne uniformierte Maenner, auch wenn die teilweise ganz nett aussehen (ansonsten sind die meisten australischen Menschen einfach nur fett).
Heute informierte sich Eva noch in der hiesigen Universitaet (James Cook Univercity von Townsville) ueber die Moeglichkeiten der postgraduellen Studien in Meeresbiologie. Scheinbar ist das weltweit der Ort, um Fischereiwesen und Meeresbiologie bezogen auf Riffe etc.) zu studieren. Die Uni ist eine Campus-Uni, d.h. alles auf einem Fleck. Die Institute sind in einer weitlaeufigen, sehr gruenen, fast urwaltmaessigen Umgebung integriert. Was mich etwas irritierte, waren die Warnungen auf den Uni-Toiletten, nachts nicht alleine ueber den Campus zu gehen. Scheinbar hat Townsville ein paar Sicherheitsprobleme. Genaueres weiss ich aber noch nicht.
Townsville selbst ist nicht unbedingt ein schoener Ort, aber vielleicht deshalb ganz gut, um sich auf Studien konzentrieren zu koennen. Es gibt in der Stadt einen langen Strand mit einer ebenso langen, schoenen Promenade. Gebadet und geschwommen wird hier mehr in den Pools an der Promenade als im Meer. Immerhin haben Eva und ich gestern beim Schnorcheln ein paar Quallen im Meer sehen koennen, allerdings nicht die gefaehrlichen. Eigentlich wollten wir hier auf der Insel noch im Riff tauchen, mussten das aber verschieben, da alle Tagestauchfahrten ausgebucht waren. Das erwartet uns nun in ein paar Tagen weiter noerdlich in Cape Tribulation, wo das Wasser auch etwas angewaermter sein duerfte. Hier ist die Wassertemperatur ungefaehr so warm wie in Lubmin oder Zinnowitz im Sommer, d.h., ohne Bewegung im Wasser friere ich hier schnell, weshalb beim Schnorchel oder Tauchen die meisten hier einen Neopren-Anzug tragen.
Leider sind beim Schnorcheln die Wasseraufnahmen mit meiner Kamera in dem Unterwassergehaeuse schlecht auszumachen, weshalb ich einfach nur auf den Ausloeser druecke, ohne zu wissen, ob auch etwas zu sehen ist. Die Spiegelungen sind einfach zu stark. Hoffentlich wird das beim Tauchen besser.
Leider gibt's auch heute noch keine Bilder, da ich von diesem Internet-Terminal keine hochladen kann.
Ansonsten geht's uns gut, was ich auch von Euch hoffe.
Lieben Gruss an alle.

Montag, 13. Juli 2009

Arlie Beach - ab in die Sonne






















Gelandet in Townsville, geplanter Trip mit dem Mietwagen nach Arlie Beach, vemutete Reisezeit: 2h, benoetigte Reisezeit: 3h46min, Grund: Highways mit einer maximalen Geschwindigkeit von 100 km/h. Das Problem dabei ist nicht, dass man nicht schnell fahren kann, sondern, dass man nach ungefaehr einer Stunde staendigem gucken auf Zuckerrohrplantagen einfach richtig muede wird. Diese Einoede ist einfach nicht so wirklich das, was man sich unter Queensland vorstellt, der sich mitunter als schoenster Staat in Australien hermachen soll. Aber das ist eben wirklich das Hinterland und nicht der Strand - zum Glueck aber auch.
Wir sind also eine ganze Weile gefahren um dann am spaeten Nachmittag in unserer Herberge in Arlie Beach, einem Ort vor den Whitsunday Inseln, anzukommen. Was uns schnell klar wurde war, dass wir hier nicht den Standart unserer Unterkunft in Sydney wiederfinden wuerden, trotzdem das Zimmer sehr klein war, liess es sich hier aber durchaus aushalten. Erstaunlicherweise sind wir hier auch nicht die einzigen deutschsprachigen Touristen gewesen. Grob ueber den Daumen gepeilt, wueder ich sagen, dass ein Drittel dieses Hostels Deutsch sprach. Das machte komplexe abendliche Unterhaltungen schon mal moeglich. Aber es bot auch die Moeglichkeit sich gerade ueber den Fakt, dass es vor Ort viele Deutsche gab, zu unterhalten. Viele von ihnen waren und sind Backpacker, die teilweise schon ueber Monate unterwegs sind, immer auf der Suche nach neuen Arbeitsstellen - nicht umsonst ist das "Work and Travellervisum" bei uns so hoch angesehen. Vorteil also hier: gleiche Sprache, ausgiebigste Beratungen und Tips fuer eventuelle Vorhaben.
Der naechste Tag sollte vor allem der Sonne und dem Ort gewidmet sein. Ich persoenlich war schon in den fruehen Morgenstunden schwimmen und bin am Strand langspaziert, wir haben uns den Ort angesehen und die Laeden unsicher gemacht. Vor allem aber haben wir das Highlight in Arlie Beach gebucht - einen Tagestrip auf die Whitsundays mit einem Motorboot, incl schnorcheln und tauchen an Korallenriffen, baden an einem der weissesten Straende Australiens und einem kleinem Urwaldtrip.
Und ich muss gestehen, dieser Trip war einfach fantastisch. Was wir gesehen haben war unglaublich. Du tauchst ab und verschwindest in einer Welt aus Farben und Formen, die es so nie oberhalb des Wassers geben koennte. Wir sind mit Fischschwaermen getaucht, ich habe eine echte Seegurke in ungefaehr zehn Metern Wassertiefe in der Hand gehabt und wir haben schillernste Regenbogenfische und Anemonenfische gesehen. Du schwimmst einfach durch sie hindurch, wirst aber nicht beachtet, hast alle Zeit der Welt zu gucken - wir sind ein Teil des Schwarms.
Auf den Whitsundays gibt es die weissesten Straende in Australien, Silicatstraende, wo der Sand beim Durchlaufen zwischen den Zehen quietscht. Das war wie in einem falschen Film. Man maschiert da einfach hin und badet in tuerkisfarbenen Wasser - unfassbar. Man fuehlt sich wie bei solch einem Karibikfilmchen untergebracht, realisiert kaum, was da gerade passiert.
Der Urwaldmarsch war eher ein nichtssagender Trip durch ein Stueck Wald, spannend an diesem war nur eine grosse Spinne, ungefaehr handflaechenbreit, die in den Baeumen hing. Das einzig sehenswerte ansonst, war der Blick von einer Aussichtsplattform ueber ein Riff- und Strandgebiet. Das war wie in einem Bilderbuch - die Blautoene des Wassers unter uns veraendern sich mit der Wassertiefe und der Farbe des Sandes, da ging das tuerkisblau dann in gruen ueber, oder in fast ganz weiss und dann wieder schwarz. Es war fuer uns der beste Tag hier vor Ort, mit dem vollen Programm, nicht das wir schon so gut wie gesaettigt waren, von dem, was wir gesehen haben, dass sich dann noch ein Dlfin zu unsgesellt hat, der den Schildkroeten beim Baden zu gucken wollte und sich auf der Rueckfahrt gleich zwei Wale aus dem Wasser bequemt haben, versetzte uns in den Zustand paradisischen Gluecks.
Jetzt heisst es aber Abschied nehmen, auch von vielen gewonnenen Freunden, und sich auf den Weg machen zu den Magnetic Islands.

Sonntag, 12. Juli 2009

endlich ein neuer Eintrag - letzten Tage in Sydney

Hallo ihr Lieben,
wir haben es nun doch endlich geschafft einen neuen Eitrag zu erstellen. Es dauert eben doch seine Zeit ein Internetportal oder eben einfach die Zeit zum Schreiben zu finden.
Nachdem wir nun schon des Grossteil Sydneys per Fahrrad erkundet haben, wollten wir uns das Highlight der Stadt ebenso bnicht engehen lassen - das Aquarium. Ein riesiges Gelaende direkt am Circular Quay. Der erste Eindruck hat uns ein wenig geschockt, denn der Eingang war ein riesiges Haigebiss, da fragt man sich mitunter, was dann wohl kommen mag. Aber wir haben alle Furcht hinter uns gelassen und wurden wirklich nicht enttaeuscht. Es war nur fantastisch - eine unglaublich gut dargestellte Unterwasserwelt, die uns aufgezeigt wurde, nicht in irgendwelchen Bilder, sondern so gut wie hautnah. Durch Unterwassertunnel sind wir spaziert, haben grosse Seekuehe ueber uns hinwegschwmmen sehen und riesige furchteinfloessende Haie auf uns zuschwimmen sehen. Die haben tatsaechlich sehr eindrucksvolle Gebisse! Geplant war ein Trip von vielleicht vier Stunden - es ist der ganze Tas geworden. Wir haben allein fuer edie Fotos Stunden gebraucht - komm hierher kleiner Clownfisch udn setz dich bitte dort in Position - hast du das Bild - ja, aber es ist zu dunkel...und nochmal von vorn.
Um diesen Tag abzuruden, sind wir abends mit Steve und Steve thailaendisch Essen gegangen. Das war ebenso grossartig, wie zu viel, aber grossartig. Es ist immerwieder erstaunlich, wie vielseitig man in Sydney essen kann, man bekommt von allen Kulturen, vor allem aus Asien und Ozeanien, von allem etwas.

Den letzten Tag in Sydney wollten wir sehr ruhig angehen und da noch ein must-go austand, zog es uns nach Bondi Beach - der Surfer-Strand. Gluecklicherweisae spielte auch das Wtter mit, wunderschoene Sonne und es war erstaunlicherweise mal nicht kalt, sondern relativ warm. Der Strand war zwar im ersten Moment atemberaubend, aber nicht weiter sonderlich erwaehnenswert, denn was macht scho neine kleine weisse Bucht gegen kilometerlange Straende, aber nette Maenner beim Surfen zu beobachten, hat doch eine Menge wett gemacht. Wir sind dann eben durch die Laeden geschlendert und haben nach Schuhen gesucht.
Um wenigstens einmal in Sydney die Faehren zu benutzen, haben wir uns quasi spontan noch nach Manly aufgemacht, einem kleinen Vorort, der nur per Faehre von Sydney zu erreichen ist. Der Blick allein vom Wasser aufs Umland hat sich sehr gelohnt, es sind wiedermalk viele Fotos entstanden und obwohl wir auf Manly nur eine halbe Stunde Zeit hatten, habe ich glatt zwei Paar Schuhe gefunden. Die haben auf mich gewartet.
Der letzte Abend sollte aber noch einmal ausgibigst begossen werden, so sind wir wieder zu viert Essen gegangen - im Sydney Cafe, einem der renomiertesten und schoensten Restaurants Sydneys. Man hat einen wunderbaren Blick auf die Harbour-Bridge und man bekommt ein superfrisches und koestliches Menu. Damit haben wir unseren laengeren Aufenthalt nun wirklich fast besiegelt. Go on to Queensland - the sunshine state.

Dienstag, 7. Juli 2009

Hier kommen die ersten Fotos




Ankunft in Singapore - im sehr sauberen, grosszuegigen, modernen Flughafen


Vorm Abflug und waehrend des Fluges

Die ersten Tage in Sydney





Super in Sydney gelandet...der Flug hat absolute Qualitaet bewiesen. Der neue A380 bietet, gerade fuer lange Fluege sehr guten Comfort. Ich bin damit sehr zufrieden gewesen. Das einzige Problem war, dass wir trotz bequemer Sitze nicht schlafen konnten - zwei dauerquaekende Kinder haben das ganze Abteil unterhalten bzw. uns vom Schlaf abgehalten. Als wir am Flughafen in Sydney ankamen, erwartete uns ein vergleichsweise kleiner Flughafen und einen monstroese Schlange vor dem Immigration- (Einwanderungs-)Schalter. Und dahinter eine ebenso lange Schlange vor den Taxistaenden. Aber immerhin ist Sydney darauf vorbereitet, dass auch mal zwei Jumos und ein Inlandslinienflieger gleichzeitig ankommen und natuerlich alle ein Taxi in die Stadt haben wollen. Taxis - schwierige Sache. Sind im Allgemeinen schnell zur Stelle, aber wenn man nicht aufpasst, wird man gnadenlos ueber den Tisch gezogen. Man wird vollgequatscht und merkt nicht, dass der Weg in etwa doppelt so lang und ementsprechend teurer ist als geplant. Touristen sind da an ganz schwieriger Position. Aber 'we maybe get it sometimes!' (Wir kriegen es irgendwann hin!).


Wir uebernachten in Sydney selbst bei Freunden von Martin - Steve, Steve und Poppers, ein kleiner fuenffmonatiger Wuschelhund, spiel- und knuddelsuechtig. Er ist ein kleiner Springer, huepft durch die Gegend und versucht staendig zum Spielen zu animieren - "spiel mit mir, sein mein Freund, werf das Spielzeug, darf ich dich ablecken :D"...


Steve und Steve sind super gastfreundlich und absolut liebe Menschen. Ich moechte behaupten, wir haben hier DIE Unterkunft schlechthin bekommen. Vor allem ist der Weg in die Innenstadt fusslaeufig. So haben wir nach einem kurzen Ankunkftsjetlegschlaefchen in die Stadt aufgemacht und haben einen schoenen ersten Eindruck bekommen. Ueberall in der Stadt gibt es kleine Backpackerbueros und Jugendherbergen, Internet-Cafes und Shoppingmalls. Aber nicht vergessen nach rechts zu gucken, wenn man die Strasse ueberqueren will.

Hier wird es sehr schnell abends dunkel, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass auf der suedlichen Hemisphaere Winter ist. Dementsprechende Tempereaturen waren und sind zu erwarten. An unserem ersten Tag hier, war das noch in Ordnung, kein Wind, 12 Grad - am zweiten sah das schon anders aus. Wir haben eine eigentlich wirklich schoene Radtour durch Sydney gemacht. Das war absolut klasse. Wir sind ueber die Harbour-Bridge gefahren, haben das Regierungsviertel, Killibilli, und den Hyde Park gesehen und den 1 Mio. Dollar Shot gemacht - die Harbour-Bridge und das Opernhaus zusammen auf einem Bild. Aber gerade wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, hofft man auf gutes Wetter, aber es war kalt, auch wenn die Sonne zeitweilig schien und es hat letztendlich geregnet. Trotzdem moechte ich die Zeit nicht zurueckdrehen, denn diesem Trip habe ich wirklich genossen.

Sonntag, 5. Juli 2009

Kurz vor'm Abflug Richtung Sydnez











Wir sitzen grad am Abflugssteig in Flughafen von Singapore und warten auf den Abflug mit dem A380 nach Sydney. Eva freut sich riesig und ist ganz hippelig - ich auch. Steve und Steve in Sydney erwarten uns morgen frueh gegen 7 Uhr zum Fruehstueck. Den Champagner dazu haben wir grad noch gekauft. Das und ein paar Reiseadapter war auch schon alles, was wir hier in Singapore gekauft haben, obwohl Singapore schon ein ziemliches Shopping-Paradies darstellt. Das konnten wir heute etwas in der Orchard-Strasse erahnen, wo sich ein Kaufhaus ans andere reiht. Leider hat's hier heute geregnet, so dass wir eher nicht so viel rumgelaufen sind, was aber auch ganz gut war; denn gestern Abend sind wir voellig erschoepft gegen 22 Uhr nach einem durchlaufenen Tag ins Bett gefallen.

Leider hab ich hier am freien Internet-Terminal am Abflugsteig nur noch 1:30 min uebrig.

Deshalb nur ganz kurz ueber gestern: riesige ueberdachte Vogelgehege im Vogelpark, eine Bahn und Haengebruecken ueber den Baeumen, gruene Wohnviertel mit modernen Hochhaeusern, kein Grafitti, atemberaubende Blicke ueber Singapore vom hoechsten Riesenrad der Welt.